Österreichische Verlagsgeschichte 1918-1938 wieder online!
Seit der Umstellung der Website der Wienbibliothek im Rathaus ist die Onlineversion meiner Österreichischen Verlagsgeschichte 1918-1938 mit Volltextsuchmöglichkeit noch nicht verfügbar.
Sie ist aber nunmehr unter der Adresse: http://verlagsgeschichte.murrayhall.com wieder online.
Wien, im April 2009
Buchforschung und die Wienbibliothek: Elektronische Publikationen
Durch den Relaunch der Website der Wienbibliothek im Rathaus Anfang Februar 2009 sind sämtliche Dateien der Rubrik "Themen und Texte" verschwunden, und so haben alle Links, die in Suchmaschinen zu finden waren, daher ins Leere geführt. Die Downloads von mehr als eineinhalb Dutzend einschlägigen Hochschulschriften zum Thema österreichische Buchhandels- und Verlagsgeschichte sind nun wieder unter http://www.wienbibliothek.at/ueber-die-wienbibliothek/buchforschung/index.html online verfügbar. Darunter befinden sich auch einige neue Arbeiten, so etwa zu den Themen Kalender und Kalenderverlage in Wien im 19. Jahrhundert, 35 Jahre Frauenverlage in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der Verlag von Carl Konegen in Wien.
"... allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern ..."
Eine österreichische Institution in der NS-Zeit
Im Zeitraum 1938 bis 1945 gelangten bis zu einer halben Million geraubte Bücher in die Österreichische Nationalbibliothek. Diese stammten vornehmlich aus jüdischem Besitz in Wien, kamen aber auch aus anderen Teilen des Reiches in die Bibliothek. Besonders der 1938 eingesetzte Generaldirektor und engagierte Nationalsozialist Paul Heigl war sehr bemüht, die Bestände seiner "Nabi" zu vergrößern, und nutzte seine guten Kontakte zur Gestapo und zu anderen Stellen des NS-Staates dafür.
Diese Arbeit versteht sich als Beitrag zur bislang kaum behandelten Geschichte des Bibliothekswesens in Österreich in den Jahren 1938 bis 1945 und spiegelt gleichzeitig auch die politische Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert wider. Innerhalb von wenigen Jahren gab es drei verschiedene politische Systeme, in denen die Nationalbibliothek instrumentalisiert wurde - jedes Mal unter anderen Vorzeichen, aber nach ähnlichen Methoden.
Hall, Murray G.; Köstner, Christina
"... allerlei für die Nationalbibliothek zu ergattern ..." Eine österreichische Institution in der NS-Zeit.
Wien: Böhlau Verlag. 2006. 617 Seiten, 142 s/w-Abb.
24 x 17 cm
Gb.
EUR 59,-
ISBN 3-205-77504-X
Links zu Rezensionen und Berichten
Peter Vodosek
Neue Einblicke in ein dunkles Kapitel (Kleine Zeitung Nov. 2006)
Geraubte Bücher. Frank-Rutger Hausmann
Dieter Schmidmaier (B.I.T.online)
International Conference on 'looted art'. Ceský Krumlov. 22nd - 24th NOVEMBER 2005
Referat: The untold story of the „Führerbibliothek“ and the role of the National Library in Vienna
Kleine Zeitung 21.08.2005
Interview zum Thema Bücherraub. Kleine Zeitung 21. August 2005.
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Meine 1985 im Wiener Böhlau Verlag erschienene 2bändige „Österreichische Verlagsgeschichte 1918-1938“ ist seit längerer Zeit vergriffen und nurmehr im Antiquariat erhältlich. Da das Interesse am Thema österreichische Buchhandels- und Verlagsgeschichte in den letzten Jahren erfreulicherweise stark gestiegen ist, habe ich mich entschlossen, in Kooperation mit der Wienbibliothek im Rathaus den Volltext meiner Verlagsgeschichte im Internet anzubieten. Die Online-Version ist textidentisch mit der Ausgabe 1985, das heißt, der Text wurde nicht aktualisiert oder bibliographisch auf den neuesten Forschungsstand gebracht. Anstelle der Personen- und Firmenregister gibt es eine besondere Volltextsuchmöglichkeit. Durch einen Link hat die Benützerin/der Benützer sofort die Möglichkeit, die jeweilige Produktion eines Verlags, der hier behandelt wird, im Bestand der Wienbibliothek im Rathaus zu finden.
Da in Österreich eine Publikationspflicht für Diplomarbeiten und Dissertationen
nicht besteht, werden die wenigsten Arbeiten veröffentlicht. Es existieren
daher von solchen Hochschulschriften lediglich drei Exemplare: in der Österreichischen
Nationalbibliothek, der jeweiligen UB sowie in der jeweiligen Institutsbibliothek.
Von auswärts sind sie in der Regel nur über Fernleihe zugänglich
– etwas, was mit Zeitaufwand und Mühe verbunden ist. Im Interesse
eines leichteren Zugangs zur Grundlagenforschung auf dem Gebiet der österreichischen
Buchhandels- und Verlagsgeschichte hat die Wienbibliothek im Rathaus
begonnen, thematisch einschlägige Diplomarbeiten und Dissertationen über
das Internet zu verbreiten und sie somit einem breiteren interessierten Publikum
zugänglich zu machen. Es handelt sich vielfach um die ersten monographischen
Darstellungen österreichischer Buchhandelsunternehmen mit Produktionsverzeichnissen.
Unter der Adresse http://www.stadtbibliothek.wien.at/
sind bereits folgende Arbeiten als pdf-file zum Downloaden im Netz:
Fritz, Hans Peter: Buchstadt und Buchkrise. Verlagswesen und Literatur in Österreich 1945-1955. Wien, Univ., Diss., 1989
Fuchs, Sabine: Hugo Heller (1870 – 1923). Buchhändler und Verleger in Wien. Eine Monographie. Wien, Univ. Dipl.-Arb., 2004
Fuhs, Peter: Fünf land- und forstwissenschaftliche Fachverlage. Ein Beitrag zum Verlagswesen in Österreich. Wien, Univ. Dipl.-Arb., 1996
Gerhartl, Sybille: "Vogelfrei" – Die österreichische Lösung der Urheberrechtsfrage in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts oder Warum es Österreich unterließ, seine Autoren zu schützen. Wien, Univ. Dipl.-Arb., 1995
Hupfer, Georg: Zur Geschichte des antiquarischen Buchhandels in Wien. Wien, Univ. Dipl-Arb., 2003
Köstner, Christina: "Wie das Salz in der Suppe". Zur Geschichte eines kommunistischen Verlages. Der Globus Verlag. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2001
Kohlmaier, Ursula: Der Verlag Christoph Peter Rehm (1785-1821). Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1997
Kohlmaier, Ursula: Der Verlag Anton Franz Schrämbl. Wien, Univ., Diss. 2001
Lechner, Annette: Die Wiener Verlagsbuchhandlung "Anzengruber-Verlag Brüder Suschitzky" (1901-1938) im Spiegel der Zeit. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1994
Monz, Alexandra: "Und wenn sie nicht gestorben sind...". Eine Bestandsaufnahme zur Situation von Kleinverlagen in Österreich und deren Sterbefälle in den Jahren 1975-1995. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1996
Paar, Andrea: Der österreichische Verlagsbuchhandel auf Buchmessen in Leipzig und Wien sowie auf Weltausstellungen von 1850 bis 1930. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2000
Pfister, Roger : Zur Geschichte der Buchgemeinschaften in Österreich. Eine historische Untersuchung. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2000
Punkl, Daniela: Verlag Moritz Perles, k. u. k. Hofbuchhandlung in Wien. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 2002
Schwarz, Ursula: Das Wiener Verlagswesen der Nachkriegszeit: Eine Untersuchung der Rolle der öffentlichen Verwalter bei der Entnazifizierung und bei der Rückstellung arisierter Verlage und Buchhandlungen. Wien, Univ. Dipl.-Arb., 2003
Spring, Ulrike: Verlagstätigkeit im niederländischen Exil 1933-1940. Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1994
Zoppel, Christina: Linientreue und Liberalität. Die Rezeption der zeitgenössischen österreichischen Literatur im kommunistischen "Tagebuch", 1950-1960.
Wien, Univ., Dipl.-Arb., 1994
Das Angebot wird sukzessive erweitert.
letzte Änderung: 02.02.2006